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Attacken à gogo

Es ist der 8. Februar 2018. Und es ist der Tag, an dem in Glarus eine Podiumsdiskussion zur Abschaffung der Rundfunkgebühren stattfindet. Das Podium ist Teil einer von drei Kampagnen einer nationalen Organisation, für die ich mich lokal eingesetzt habe und einsetzen werde.


Zuerst aber zurück zum Mai 2017. Damals formierte sich das Glarner Bürger:innenkomitee im Rahmen eines Geschäfts an der Landsgemeinde. Es ging um das «Burkaverbot», das im Ring abgelehnt wurde – eine erste durchaus erfolgreiche Aktion des Komitees auch dank der Zusammenarbeit mit Operation Libero. Natürlich spielten auch andere Aspekte und andere Akteure eine Rolle.


Ausblick: Im März 2021 wird das Schweizer Stimmvolk Ja zum schweizweiten Verhüllungsverbot sagen. Und im Herbst 2022 wird das Ablegen des Kopftuchs das Symbol einer Revolution sein, die ich als Sozialdemokrat unterstützen werde.



Wieder zu heute und zum Tag, an dem im «Wortreich» in Glarus die Podiumsdiskussion zur «No Billag»-Initiative über die Bühne geht. Die Abstimmung darüber findet am 4. März 2018 statt. Die Befürworter der Abschaffung der Radio- und Fernsehgebühren kommen zum grossen Teil aus den gleichen Kreisen wie beim «Burkaverbot». Dieses Mal ziehen Libertäre die Drähte. Auch sie finden Platz auf dem Podium.



Suedostschweiz_GL_2018-01-31
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Suedostschweiz_GL_2018-02-10
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Ausblick: Im März 2018 werden die Stimmenden die «No Billag»-Initiative mit 71,6 Prozent ablehnen. Vier Jahre später wird eine Initiative lanciert sein, welche die Rundfunkgebühren halbieren will.


Mit einem weiteren Zeitsprung geht es um das Schlagwort «fremde Richter». Nur wenige Monate nach «No Billag» wird die Schweizerische Volkspartei wieder zu einer Attacke aufrufen. Ihre Selbstbestimmungsinitiative wird im November 2018 mit 66,2 Prozent abgelehnt werden. Für das Nein wird sich auch hier Operation Libero eingesetzt haben.


Dieses Mal werde ich einen Teil an eine Video-Aktion im Kanton Glarus beitragen.



Ausblick: Drei Protagonist:innen in diesem Video werden mich in meinem künftigen Leben begleiten. Eine im Vorstand von KlimaGlarus.ch, einer im Vorstand der SP Ortssektion Glarus und einer beim Aufbau dieser und weiterer Websites.


Rückblickend auf heute und die Zeitsprünge in diesem Beitrag werde ich feststellen: Das Abwehren rechtsbürgerlicher Attacken kostet mich und viele Menschen immer wieder sehr viel Kraft. Es gelingt zwar nicht immer, der Einsatz lohnt sich aber jedes Mal zumindest persönlich. Schliesslich heisst es irgendwo: Wer nicht kämpft, hat schon verloren (Bertold Brecht).


In ein paar Jahren wird das Glarner Bürger:innenkomitee zwar nicht mehr so aktiv und auch nicht mehr gleich zusammengestellt sein, aber Verbindungen erhalten und neu geschaffen haben. | Bild: Werner Beerli

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