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Offene Türen zu einem phänomenalen Ort für Kultur

Die Glarner Gemeindefusion von 2011 ist die weitreichendste Gebietsreform der Schweiz in jüngerer Zeit. Nebst dem politischen und finanziellen Aspekt, gehört zur Fusion auch der gesellschaftliche Prozess.


Dabei helfen durchaus die Jubiläumsbänkli in jedem Glarner Dorf zum Innehalten, aber auch das kulturelle Angebot im ganzen Glarnerland, das sich sehen lässt.



10 kulturelle Erlebnisse zum Zehnjährigen


Auch für mich ist 2021 ein Zehnjähriges. Seit 2011 lebe ich im Kanton Glarus. Es war ein positiver Kulturschock. Zwar war es zuerst die Natur, die mich vom Glarnerland überzeugte. Kaum war ich da, war es aber ebenso die Kultur. Von ihrer Vielseitigkeit und Reichhaltigkeit war ich erst mal überrascht.


Heute schliesse ich deshalb meine Kultur-Top-Ten ab. Bei Nummer neun und zehn geht es um einen Ort und um ein Phänomen, die so einiges zum kulturellen Leben in Glarus beisteuern.


Güterschuppen Glarus


2014 fand im Güterschuppen Glarus die Ausstellung «Moving Ornaments» statt. Regula Michell zeigte acht grossflächige, kaleidoskop-ähnliche Videoprojektionen auf vier hängenden Stoffleinwänden. Es war die Zeit, in der sich der Güterschuppen zu einem Kultur-Mekka im Kantonshauptort mauserte.


Bild: Marcel Bapst


Das Projekt mit Regula Michell war für mich und meinen Weg im Kanton Glarus prägend. Da war die Zusammenarbeit mit Regula: die erste Kunstausstellung, die ich mit organisierte und eine künstlerische Ästhetik, die mir sehr zusagte. Und da waren die Menschen, denen ich begegnete. Aus einigen davon sind Freunde geworden.


Bild: Marcel Bapst


Foto- und Kunstausstellungen, Konzerte, Filmabende, Kleinkunst, TV- und Radioaufzeichnungen, thematische Ausstellungen, Kunsthandwerkermärkte und natürlich der Kunstraum in der Gepäckausgabe machen heute das Angebot im Güterschuppen breit – und das ist den projektweise wechselnden Organisatoren sowie der Offenheit des Glarner Kunstvereins zu verdanken.



Freiwilliges Engagement


Kultur im Glarnerland ist kaum möglich ohne unzählige, ehrenamtliche Stunden und Tage. Das Phänomen ist schweizweit verbreitet: Rund 20 Prozent der Menschen in der Schweiz engagieren sich mit institutioneller Freiwilligenarbeit – also zum Bespielen in Sport- und Kulturvereinen, kirchlichen Institutionen oder politischen Parteien.


Mein freiwilliges Engagement bewegt sich irgendwo vom Kultur und Kunst bis Gesellschaft und Politik. Immer wieder lande ich dabei im Güterschuppen. Nach den «Moving Ornaments» waren es zum Beispiel 2020 die Kunstausstellung #coronakunstglarus und 2021 die CLEVER-Ausstellung. Auch Benefiz-Wochen mit einer Tombola für den Güterschuppen waren dabei.


Freiwilligenarbeit ist kein Ponyhof. Wer sich politisch engagiert, ein Dorffest organisiert oder seinen Nachbarn hilft, trifft auch auf hektische oder unbequeme Situationen.



Quelle: Dieser Beitrag basiert auf meiner Top 10 im Kulturblog der Glarner Agenda.

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