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Einfach clever und spielerisch – handfester Klimaschutz im Alltag

Diesen Spätsommer geht’s im Güterschuppen Glarus um den nachhaltigen Konsum. Zusammen mit der Stiftung Biovision für ökologische Entwicklung und mit regionalen Partnern stellt KlimaGlarus.ch eine Ausstellung auf die Beine, die mit spielerischen und unterhaltenden Elementen handfeste Klimaschutz-Impulse für den Alltag liefert.



Der Verein KlimaGlarus.ch hat sich diesen August und September einiges vorgenommen. Eben noch am Aktionstag «Chlüntel und zwar langsam» mit der Sensibilisierung zu klimaschonendem Verkehrsverhalten beschäftigt, steckt der Verein mitten in den Vorbereitungen für die CLEVER-Ausstellung vom 25. August bis 15. September im Güterschuppen Glarus.


CLEVER-Ausstellung mit Biovision


Das Angebot in Schweizer und Glarner Supermärkten ist überwältigend. Landwirtschaftliche Produkte sind oft ausserhalb der Saison verfügbar. Dazu kommt die Flut von Labels, die umweltgerechte Produkte anpreisen. Die Einkaufsentscheidung fällt oft schwer.



Deshalb machen KlimaGlarus.ch und Biovision nachhaltiges Einkaufen im Kanton Glarus zum Thema. Während einer spielerischen Shopping-Tour können Besucherinnen und Besucher ihr eigenes Konsumverhalten testen – real im Güterschuppen oder virtuell im Onlineshop.


Marktstände mit regionalen Produkten und lokalen Anbietern


Clever konsumieren heisst auch, regionale Produkte zu wählen und bei einheimischen Anbietern einzukaufen. Weil im Kanton Glarus einige solcher Möglichkeiten bestehen, setzt KlimaGlarus.ch auf die Zusammenarbeit mit lokalen Anbietern.



So sind im Güterschuppen die beiden Unverkpackt-Läden «Ursis Füllbar» und «Kostbar» ebenso mit einem Stand vertreten wie der Glarner Bauernverband und Alpinavera, die Bäckerei Märchy und der Bio-Bauernhof Jud sowie das vegetarische Café «Juice 1» und die Foodsharing-Initiative «ÄssäFairTeilä».


Eröffnung mit Markus Heer, Roger Rychen und Kai Aebli


Auch beim Rahmenprogramm scheuen die Organisatoren und Partner keinen Aufwand, um den nachhaltigen Konsum und dessen Klimarelevanz als Thema auf den Tisch zu bringen. An der Eröffnung richtet Regierungsrat Markus Heer das Grusswort aus dem Rathaus aus und trifft Roger Rychen auf Kai Aebli beim Promi-Duell. Ob der Schwinger oder der Volleyballer nachhaltiger einkauft, stellt sich vor Ort live heraus.



Auf dem Rahmenprogramm stehen zudem der Klima-Treff mit Diskussionsrunde, zwei Kinoabende in Zusammenarbeit mit Spotnix sowie Käsen und Kleidertausch.


Grosses Interesse der Glarner Schulen


CLEVER eignet sich auch besonders für Schulen. Durch den spielerischen Ansatz fällt es den Schülerinnen und Schülern einfach, die Zusammenhänge zu erfassen und zu lernen, wie ihr eigenes Konsumverhalten den Zustand der Umwelt beeinflusst.



Das Interesse der Glarner Schulen ist gross: Alle Führungen für Schulkassen sind bereits ausgebucht. Lehrerinnen und Lehrer haben zudem die Möglichkeit, den nachhaltigen Konsum in ihre Klassen zu bringen, erhalten Materialien und können den Onlineshop nutzen.


Fleisch und Milch konsequent einheimisch


Der Mensch beeinflusst durch seine Treibhausgasemissionen das Klima. Das bekannteste Treibhausgas ist CO₂. Es wird bei der Verbrennung von Treib- und Brennstoffen freigesetzt und macht rund 80 Prozent aus. Weitere Treibhausgase sind Methan, Lachgas und synthetische Gase, die zusammen 20 Prozent zu den Treibhausgasemissionen beitragen.



Methan und Lachgas entstehen hauptsächlich in der Landwirtschaft. Beim Klimaschutz geht es heute um den Verzicht auf fossile Energieträger. Dadurch lassen sich 80 Prozent der Treibhausgase vermeiden. Ab 2050 dürfen unter dem Strich keine Treibhausgase mehr verursacht werden. Zu diesem Zeitpunkt noch ausgestossene Treibhausgasemissionen müssen der Atmosphäre wieder vollständig und dauerhaft mittels Senken (negative Emissionen) entzogen werden. Dank diesen Senken kann die Landwirtschaft trotzdem Methan und Lachgas emittieren.



Der Verzicht auf fossile Brenn- und Treibstoffe stellt also die Lebensmittelproduktion und das Einkommen der einheimischen Bauernbetriebe sicher – insbesondere im Berggebiet, wo derzeit verbreitet nur Milch- und Fleischproduktion möglich ist. Das heisst für Glarner Konsumentinnen und Konsumenten: Bei Fleisch und Milch konsequent auf einheimische Angebote setzen, von denen es weniger gibt, und zum Ausgleich vermehrt pflanzliche Lebensmittel einkaufen.


Quelle: Dieser Beitrag ist durch freiwillige Zusammenarbeit engagierter Menschen der Klimabewegung Glarus entstanden.

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