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Es hat sich gelohnt, mutig zu sein

Es war ein Ostersonntag und es war der 12. April 2020, als die Idee einer Kunstaustellung im Kanton Glarus ihren Lauf nahm. Es waren drei Wochen nach dem Shutdown in der Schweiz. Der Idee standen 23 weitere Wochen bevor. Das Projektteam erinnert sich und bedankt sich für #coronakunstglarus.


Die Zeichen stehen auf Veränderung – so scheint es zumindest. Die Pandemie und der gesellschaftliche Umgang damit, Verunsicherung aber auch Hoffnung prägen das Zusammenleben noch stärker als zuvor. Die Idee entstand am kommenden Montag vor einem Jahr. Rahel Opprecht blickt zurück: «Es hat sich gelohnt, mutig zu sein.»


Rahel Opprecht kuratierte mit Stefan Wagner #coronakunstglarus im Güterschuppen Glarus.


Von der Idee bis zur Regionalen


Die Idee einer Kunstausstellung im Kanton Glarus entstand kurz nach dem Shutdown. Der Kunst- und der Kultursektor waren sofort stark von den Corona-Massnahmen betroffen. «Ich wollte, statt ohnmächtig zu verharren, etwas machen», erinnert sich Rahel Opprecht. Mit #coronakunstglarus entstand eine eigentliche Regionale, wie der Glarner Kulturchef, Fritz Rigendinger, an seiner Vernissage-Rede vom 26. September 2020 erklärte.


Frank Birk und 70 weitere Künstler*innen gestalteten #coronakunstglarus.


Kunst als Kommunikationsform


An der Kunstausstellung waren ein siebenköpfiges Organisationskomitee, 13 Helfer*innen, 71 Künstler*innen und ein Dutzend Sponsoren beteiligt. «Wir wollten das Unfassbare fassbar machen», erklärt Projektleiter Ernst Baumgartner. «Die Kunst wurde zu einer anderen Kommunikationsform im Umgang mit der schwierigen Zeit.» Wie wichtig die Kommunikation der Menschen im Spannungsfeld zwischen Verzweiflung und Hoffnung, zwischen Technik und Menschlichkeit ist, verdeutlichen die aktuellen gesellschaftlichen Spaltungsreflexe.


Susanne Arnolds Installation bei #coronakunstglarus im Güterschuppen Glarus.


Neue Verbindungen geschaffen


#coronakunstglarus wirkt über die Finissage hinaus. Der Güterschuppen wurde zu einem friedlichen Treffpunkt und einer anregenden Austauschplattform für Künstler*innen, für Besucher*innen, für Alt und Jung, für Einheimische und Auswärtige. So entstanden Kontakte, die sich zum Beispiel im Art Space von Antonio Wehrli zeigen. Nach MARCK stellt derzeit Marco Russo in Wehrlis neuer Galerie in Schwanden aus. Alle drei waren auch bei #coronakunstglarus dabei.



Quelle: Dieser Beitrag ist durch ehrenamtliche Zusammenarbeit im Rahmen des Projekts #coronakunstglarus entstanden.

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