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Ohne dich gibt's mich nicht

Heute feiert die wichtigste Frau meines Lebens Geburtstag. Ich kann ihr zwar kein Lied widmen und singen wie Emilio, aber ich kann ihr Worte schreiben und für sie Musik auswählen, wie Werner.


82 Jahre sind eine recht lange Zeit und ein recht langer Weg, den meine Mutter bisher gegangen ist. Als sie 33 Jahre alt war, begann sie ihn mit mir zu teilen. Nicht immer ist der Weg mit ihr der gleiche. Aber nie ist er so weit weg, um sich zu verlieren. Das ist ein grosses Glück für beide.


Bild links: Mami mit mir in unserer Gartenwirtschaft. | Bild rechts: Mami sagt mir tschüss im Seitenwagen.


Einer anderen Mutter widmet ein anderer Sohn ein Lied, das ich neulich durch eine Podcast-Folge auf Deutschland 3000 entdeckt habe. Darin erzählt der Schauspieler und Sänger Emilio Sakraya von Panikattacken und seiner alleinerziehenden Mutter aus Marokko.



Meine Mutter zog meine drei Schwestern und mich nicht alleine auf. Unser Däddy blieb uns, bis unser Mami 54 war. Sie war als Wirtin in unserem Restaurant immer da und immer am Arbeiten. Leider kann ich mich nicht an den allerersten Moment erinnern, in dem ich sie bewusst wahrgenommen habe – das geht vermutlich allen Menschen so, die das Glück haben, ihre Mutter zu kennen.


Das Wissen, dass man ohne sie nicht existieren würde, macht das Verhältnis zu seiner Mutter unvergleichlich. Und zu diesem Gedanken passt ein Lied, das mir der Algorithmus auf Spotify neulich direkt ins Herz geliefert hat. Es heisst «Abu Simbel» und handelt davon, wie nur Mütter ihre Söhne lieben können.



Der Bandname «Who made Who» führt dann auch gleich zur passenden Frage: Wer hat wen gemacht? Sicher, Mütter und Väter machen Kinder. Was aus denen wird, das machen ganz viele andere aus, die ihnen im Leben über den Weg laufen – und sie selbst sowieso.


Die ganze Verantwortung für das Leben eines Menschen liegt also zum Glück nicht bei der Mutter. Trotzdem macht sich meine Mutter – vermutlich zusammen mit vielen anderen Müttern – auch um ihre erwachsenen Kinder noch Sorgen. Ich kann dazu einfach sagen: «Mach Dir keine Sorgen, ich bin ja schliesslich Dein Sohn.»


Blick von Mamis Balkon.

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