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Der Eisbär – Teil drei

Die Zeit für mehr Märchen ist reif. Schliesslich ist heute der internationale Tag des Eisbären. Seit 2004 gibt es ihn jedes Jahr am 27. Februar.


Zuerst aber noch das: Unter dem Namen Wool Forest verkauft ein ukrainisches Küntstlerpaar kleine Wolltiere. Ein Schweizer Kleinunternehmen verschickt die Bestellungen, die online auf Etsy eingehen. Auch Eisbären sind zu haben.



Am Ende von Teil zwei weinte der Eisbär einen ausgetrockneten See voll und drohte auf seinem Weg zur Eisbären-Klinik zu verdursten.


Der Eisbär war die letzten Tage und Wochen keinem Lebewesen begegnet – ausser einem kleinen, dünnen Grashalm. Der war aber schon dermassen ausgetrocknet von den heissen Sonnenstrahlen, dass ihn der Eisbär nicht mehr sehen konnte.



Nach dreieinhalb Monaten kam der Eisbär an eine Kreuzung. Hier trafen siebzehn Strassen aufeinander. Mittendrin stand ein grosser Stamm mit vielen spitzen Wegweisern. Auf fünf davon fanden sich Hinweise auf Regenwurm-Zahnkliniken. Zwölf wiesen zur nächsten Tankstelle.


Der Eisbär entschied sich für einen Weg in Richtung einer Regenwurm-Zahnklinik in einer Entfernung von 142,5 Wurmmeilen. Bestimmt würde in der Nähe auch eine Eisbären-Klinik mit psychiatrischer Abteilung zu finden sein. Er hatte einmal in einem alten Buch gelesen, dass neben praktisch jeder Klinik für Regenwürmer auch eine für Eisbären stünde. Darauf verliess er sich vorerst einmal.



Als er nach zwölf Minuten und 142,5 Wurmmeilen bei der Regenwurm-Zahnklinik ankam, war dort aber keine Eisbären-Klinik in der Nähe. Er fragte die herumliegenden Mastschweine, doch die wussten nur von einer Schweine-Schönheitsfarm in der nächsten Stadt, von der noch kein Schwein zurückgekommen sei.



Der Eisbär zog weiter und verlor immer mehr die Hoffnung, dass ihm jemals irgendwer helfen könnte.


Wie es weiter geht, ist irgendwann an dieser Stelle in Teil vier zu erfahren. Was vorher geschah, steht in Teil eins und in Teil zwei.

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