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Direkteinstieg auf Platz eins

Heute ist mir ein Lied begegnet, dass ab sofort und bis mindestens am 26. September 2021 auf Platz eins meiner Hitparade ist. Ja – die dreizehnte Fee ist auch Disco.



Auf meiner Playlist ist seit heute der offizielle Song zur «Ja zur Ehe für alle»-Kampagne auf Platz eins. Künstlerinnen und Künstler wie Adrian Stern, Dabu Fantastic, Zibbz, Caroline Chevin, Tiziana Gulino, Lucas Fischer, Nick Vega, Rislane, Idathehoney und Mattiu Defuns singen ihn in allen vier Landesprachen.



Liebe ist keine Geschmacksache


Wie beim Inhalt der eidgenössischen Volksabstimmung über das Referendum gegen die Ehe für alle, geht es auch bei diesem Lied nicht darum, ob es dem eigenen Geschmack entspricht oder nicht.


Bei diesem Lied geht es um ein Gefühl für die Gemeinschaft, das den Menschen in der Schweiz in den letzten Jahrzehnten mehr und mehr verloren gegangen ist.


Ja: Gemeinschaft geht nur mit Gerechtigkeit.

Ja: Eine Gemeinschaft braucht Regeln.

Ja: Regeln sollten Gerechtigkeit schaffen.

Ja: Viele unserer Regeln führen zum Gegenteil.

Ja: Ein Eheverbot für gleichgeschlechtliche Paare ist eine ungerechte Regel.

Ja: Es gibt noch viel zu tun bei vielen weiteren Ungerechtigkeiten.

Ja: Fangen wir endlich damit an.


Fundamental für eine zukunftsfähige Gesellschaft


Am 26. September 2021 hat die Schweiz eine einmalige Gelegenheit. Ein herzhaftes Ja zur Ehe für alle geht weit über ein Zeichen für Toleranz gegenüber Lesben und Schwulen hinaus. Dieses Ja ist fundamental für Schweizerinnen und Schweizer und alle anderen Menschen in diesem putzigen und zerrissenen Land, um sich dereinst wieder als Gemeinschaft zu erkennen.



Diese Erkenntnis ist sowas von nötig nach den unzähligen ver- und zerstörenden eidgenössischen Volksabstimmungskämpfen dieses Jahrhunderts. Viele von ihnen haben die Gemeinschaft dank geschickter Problemkreation erfolgreich gespalten. Die Absicht, die sich wie ein Roter Faden durch diese langen Jahre zieht, ist von Angst geprägt.


Schluss mit der Angst vor der Liebe


Nun: Vor verheirateten Menschen und ihren Kinder muss sich niemand fürchten. Jedenfalls nicht wegen des Umstands ihrer Liebe. Nur weil die Kombination der liebenden Menschen den eigenen Geschmack nicht trifft, besteht noch lange keine Gefahr, nicht zu überleben. Sogar Disco ist gefährlicher.



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