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Schlaflied zum Openair im Dornröschenschlaf

Heute würde das Stadt-Openair Glarus beginnen. Die letzten Jahre durfte ich jeweils im Vorfeld die Medien informieren und einladen sowie am letzten Augustwochenende Teil des engagierten Teams vor Ort sein.

Und dieses Jahr? 2020 ist sowieso alles anders. Die Corona-Pandemie hat die Openair-Festival-Kultur in der Schweiz in einen Dornröschenschlaf versetzt. Den heutigen Auftakt hätte das Berner Mundart-Urgestein Patent Ochsner gemacht. Aus diesem Anlass widme ich diesen kleinen Beitrag einem Song dieser Band.


Das Schlaflied begleitete mich als junger Erwachsener. Es war kein Hit – und ob Patent Ochsner es heute gespielt hätte, bleibt unbeantwortet. Das Lied packte mich aber von Anfang an und packt mich immer wieder – vor allem wegen der Lyrics.


Schlaflied – Patent Ochsner (Album «Fischer» 1993)


Schlaf mys liebschte schwarze schaf Dr mond schynt bleich & Dys chüssi isch warm u weich Fürcht di nid vor dr dunkle nacht Tröim öppis schöns bis dr nöi tag erwacht Die gschtaute wo vor dym fäschter schtöh Wo mit chnüpple & mit schtange uf aues schlöh Wo nid glych isch & Nid glych dänkt wie sie Die gschtaute voruss Die warte uf di Aber fürcht di nid Die bringes nid wyt Sie si glych wi d dinosaurier wo synerzyt Mit z chlyne chöpf & Vie z grosse büüch Usgschtorbe si Ohni chrieg & ohni süüch


Patent Ochsner wurde 1990 in Bern gegründet. Der Bandname stammt von den Abfalleimern der Firma J. Ochsner AG, die umgangsprachlich auch Ochsnerchübel genannt werden. 1991 schaffte die Band mit ihrem ersten Album Schlachtplatte und den Hits Scharlachrot und Bälpmoos den Durchbruch. Die Musik von Patent Ochsner zeichnet sich durch eine grosse Vielfältigkeit aus. Schon bei ihren frühen Alben waren neben den üblichen Instrumenten (Gitarre, Bass, Schlagzeug, Gesang) auch Mandolinen, Celli, Violinen, Saxophone, Posaunen, Akkordeon und eine Blaskapelle zu hören.


Quelle: Dieser Beitrag ist ursprünglich im Kulturblog der Glarner Agenda erschienen.

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