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Postwende

Oliver schickt mir einen kurzen Gruss zwischendurch – und einen Himmelsmaler und ein wunderbares Lied gleich mit.



Lieber Werner


Postwendend, dein letzter Brief nach unserer letzten Begegnung. Perfekt, denn das war einer der Gründe für die «Erweiterung» unseres Briefformats: Offenheit hin zu kürzeren Texten, gerne auch mit weniger verfänglichen Themen, die weniger und einfacheres Sätzdrechseln und somit kürzere Antwortzeiten erlauben. Und schön, hast du das richtige Perron bemerkt.


Und doch sind die Wochen seither gerast, bis es mir vor ein paar Tagen bei der Lektüre eines Textes durch den Kopf schoss: Darüber muss ich Werner berichten! Und kurz darauf war mir auch klar, dass ich das einbetten möchte in einen Text für die Vergessenen.


Oder vielleicht auch in Betrachtungen zu den Mantras über unsere hochgelobte Meinungs- und Pressefreiheit, wo wir aufmerksam sein müssen, um uns nicht vom sorgfältig gestreuten Sand aus Trümmern eines vergangenen Paradieses die Sicht trüben zu lassen.


Doch ich werde mit dem Schreibbeginn bis in die Feiertagsferien zuwarten, da es aufwändiger werden könnte. Ausserdem habe ich vor kurzem ein Charango ausgeliehen bekommen. Das ist eine kleine, südamerikanische Gitarre.


Da bin ich jetzt am Üben, mit Akkord-Grifftabellen aus dem Netz und Youtube-Videos. Uff. Und ich frage mich bei gewissen Griffen, ob ich nicht einfach zu dicke Finger habe, um sie in gewissenen Positionen mit freischwingenden Saiten wohlklingend aneinanderreihen zu können?


Gerne würde ich meine Hände mit solchen von erfolgreichen Spieler:innen vergleichen können, um sicher zu sein, dass sich ein solches Instrument auch ohne Teppichknüpferhändchen spielen lässt.


Und mit diesem Lied, das mir im Moment so super gefällt, es soll von den unendlichen Zyklen des Lebens handeln, wünsche ich dir frohe Tage unterdessen und sende dir liebe Grüsse.


Oliver



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